Im Herbst 1990 fehlen in Winnekendonk zahlreiche Kindergartenplätze für Vierjährige. Einige Eltern sind zudem unzufrieden mit den damals wenig flexibelen Betreuungszeiten und dem Mangel eines integrativen Angebotes in der konfessionellen Einrichtung im Ort.

Schnell finden sich Eltern zusammen und eine Idee nimmt Gestalt an: Winnekendonk soll einen zusätzlichen Kindergarten bekommen. Im Dezember 1990 findet die Gründungsversammlung des Vereins „Elterninitiative Sterntaler e. V.“ statt. Die konkreten Planungen eines neuen Kindergartens als integrative Einrichtung nehmen Fahrt auf. Die Gründungseltern leisten viel Überzeugungsarbeit, reißen zahlreiche Denkblockaden ein und gewinnen immer mehr Unterstützung im Ort und in den entscheidenen kommunalen Gremien. Von Beginn an leistet der Paritätische Wohlfahrtsverband, dem der Sterntaler e. V. angehört, wertvolle Beratungsarbeit.

Ein Architekt und Investor werden gefunden. Noch wachsen Rüben auf dem Acker im Herzen von Winnekendonk, doch nachdem der Bauer diese geerntet hat folgt bereits im September 1991 die Grundsteinlegung für das „Kindergarten-Menschenhaus“ wie Pfarrer Rettig es im ökomenischen Gottesdienst anlässlich dieser Feierlichkeit in Worte fasst.

Im Februar 1992 folgt das Richtfest und am 9. Juni 1992 beziehen die ersten 40 Sterntalerkinder ihren Kindergarten. Die offizielle Eröffnungsfeier findet schließlich am 14. Juni statt.

Es bleibt eine stetige Herausforderung für die Eltern, den Verein und sein Angebot den sich wandelnden gesellschaftlichen, fachlichen und rechtlichen Veränderungen anzupassen.

Eine Folge dieses Wandels war der groß angelegte und sorgfältig geplante Erweiterungsbau. Durch diesen Anbau konnte der Sterntaler auf die besonderen Anforderungen der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren eingerichtet werden.

Im Jahr 2012/13 folgte die umfassende Neugestaltung des Außengeländes.

Auf Grund von Änderungen in der Förderung integrativer Tagesstätten durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) und verbunden mit den Auflagen der Kommune für die Anzahl der U3-Plätze wurde es erforderlich die Gruppenstrukturen anzupassen und die Anzahl der Integrativ-Plätze auf zwei (Einzelintegration) zu reduzieren. Im Zuge dieser Veränderungen wurde der Tagesstätte 2014 die erforderliche neue Betriebserlaubnis erteilt. 2018 wird das Integrationskonzept durch die Inklusion ersetzt.